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01.08.2017

Sprachkurs auf der Insel Usedom im Juli 2017



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Kommentare dazu:

Chris schrieb am 30.08.2017:
Liebe Freunde
Ich hoffe, dass es Euch allen gut geht.

Ich muss Euch etwas erzählen, das seit meiner Rückkehr passiert ist und mich gefreut hat. Das heißt, gestern ist eine ‘Familien-Botschaft’ aus Zinnowitz bei mir zuhause angekommen. Beim Öffnen des Umschlags ist ein Zettel herausgefallen - ein 'Casa Euro', gültig für einen Euro in der Casa Bar oder im Restaurant. Grund dafür, so steht es, war, dass ich den Fragebogen in meinem Zimmer ausgefüllt hatte - und natürlich mit ‘positiven Bemerkungen’. ‚Dankbar sind wir dafür, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, einen unserer Gästefragebogen auszufüllen, die wir wöchentlich in unseren Abteilungsleitersitzungen sorgfältig auswerten…’. Persönlich unterschrieben von Herrn Q.

Sehr nett von ihm und von den Mitarbeitern. Sie hätten mir nicht danken müssen, mit dem Fragebogen wollte ich nur sagen, was der Fall ist - sie führen ein ausgezeichnet gutes Hotel, sehr bequem, gastfreundlich, mit tollem Essen, usw. Und nun MUSS ich nächstes Jahr zurück, um meine ein-Euro-Ermäßigung in der Bar zu benutzen!

Das macht Spaß!
Euer Chris


Stephanie schrieb am 24.08.2017:
Meine eigenen Gedanken und Erinnerungen: Zinnowitz 2017

Letztes Jahr habe ich meinen Geburtstag am 25. Juli zu Hause gefeiert und deshalb gab es für mich zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Reise nach Zinnowitz.
Umso größer war die Freude dieses Jahr, mich wieder im Casa Familia zu befinden, wo Vieles glücklicherweise unverändert bleibt - vor allem die freundliche, entspannte Stimmung - aber eine gelungene Modernisierung ist auch hier und da zu erkennen. Die schöne und effiziente neue Schauküche zum Beispiel, wo ich fast jeden Abend erstklassige Fischfilets bekam, und die neuen, modernen Farben und Fotos in der Eingangshalle. Eine andere schöne Neuigkeit ist die Abmachung mit der großen Schwimmhalle direkt gegenüber vom Hotel, nach der Casa Familia Gäste umsonst darin plantschen können; ein Privileg, das besonders willkommen war bei dem etwas gemischten Wetter, das wir von der Ostsee kalt serviert bekamen. Dieses Jahr habe ich es nur ein Mal geschafft, vor dem Frühstuck ins Meer zu gehen, obwohl ich ganz genau weiß, dass es sich immer lohnt, selbst bei Regen. Andere waren viel tapferer als ich, muss ich zugeben.

Für unsere Gruppe sind die Vorteile des Hotels aber nur ein Aspekt des Aufenthalts. Wir sind auf einer Studienreise, letztendlich, nicht im Urlaub! Und dank der gründlichen Vorbereitungen von Margret war das ganze Programm genauso lehrreich und erlebnisreich wie immer, wenn nicht noch eine Stufe höher als sonst. Die gewählten Texte, Filme und Übungen beschäftigten sich mit politisch relevanten und lebenswichtigen Themen, und der Ausflug nach Stralsund war auch, trotz Wind und Regen, ein Erfolg. Nicht nur, weil wir in einem traditionsreichen Fischrestaurant am Hafen besonders gut gegessen haben, aber auch, weil wir vorher die atemberaubend schöne St.-Nikolai-Kirche besichtigt haben. Der Höhepunkt in der St.-Nikolai-Kirche waren unbedingt die vier erstaunlichen Relieftafeln aus dem 14. Jahrhundert, das „Rigafahrergestühl”, die mit viel Humor und Humanität zeigen, wie man damals gejagt, Honig gesammelt und gehandelt hat. Je wichtiger, desto größer war offensichtlich der Hut! Mit ihrer wunderschönen Backsteinarchitektur hat die alte Hansestadt Stralsund sehr viel zu bieten, aber das aus dem Mittelalter stammende Gestühl ist für sich allein die Reise wert. Einer aus unserer Gruppe war davon so fasziniert, dass wir ihn kaum aus der Kirche bewegen konnte, trotz des bevorstehenden Mittagessens.

Zurück im Klassenzimmer haben wir die tragische Komödie “Der Besuch der alten Dame” von Friedrich Dürrenmatt (geschrieben 1956) gelesen. Den 2008 gedrehten Film des Werks haben wir auch gesehen, mit dem erstklassigen Schauspieler Michael Mendl in der Rolle vom Herrn Ill. Der Film bleibt dem Original nicht hundertprozentig treu, aber die Botschaft bleibt klar und deutlich: erstens, dass Heuchelei und Habgier überall zu finden sind, egal was man behauptet, und zweitens, dass man Gerechtigkeit mit Geld allein nicht bekommen kann. Der Sänger Hans-Eckhard Wenzel, dessen Lieder wir auch gelesen und gehört haben, wäre bestimmt mit Dürrenmatt einverstanden. Er schreibt wunderbare Lieder, aber von unreflektiertem Optimismus, wie wir ihn auch manchmal brauchen, sind sie nicht gerade durchzogen.

Rein sprachlich gesehen, vergesse ich immer noch, dass einige maskuline Nomen im Akkusativ die Endung “en” haben. Zum Beispiel, “Ich habe den Geldautomaten nicht gefunden”. Deshalb muss ich wahrscheinlich wieder nach Zinnowitz, in der Hoffnung, diese verflixte Endung endlich unter Kontrolle zu bringen. Aber eigentlich brauche ich nur in Zinnowitz diesen Satz!


Margret schrieb am 01.08.2017:
Literarischer Auftakt:
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Ich lieb ein pulsierendes Leben

Ich lieb ein pulsierendes Leben,
das prickelt und schwellet und quillt,
ein ewiges Senken und Heben,
ein Sehnen, das niemals sich stillt.

Ein stetiges Wogen und Wagen
auf schwanker, gefährlicher Bahn,
von den Wellen des Glückes getragen
im leichten, gebrechlichen Kahn ...

Und senkt einst die Göttin die Waage,
zerreißt sie, was mild sie gewebt, –
ich schließe die Augen und sage:
Ich habe geliebt und gelebt!



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